Mit diesem Slogan bewarb die Grüne Jugend provokativ und frech ihr Papier zu Geschlechterpolitik „Von der Rolle – wir brechen(s) auf!“ (Nov. 2004), in dem sie die absolute Gleichstellung von homosexuellen sowie multi-partner Ehen vor dem Recht mit der traditionellen Ehe fordert. Also wahlweise eine sehr radikale Erweiterung des Ehebegriffs oder eine Auflösung dessen im rechtlichen Sinne.
PDF-Datei (X-1a:2001) zum Bearbeiten und Drucken (Lizenz)
So findet sich in dem Papier im Abschnitt „Lebenspartnerschaften“ diese Passage:
Statt der Ehe als staatlich bevorzugte „ideale Lebensform“ und der mit weniger Rechten und Begünstigungen ausgestatteten „Homo-Ehe“ fordern wir eine absolute Gleichstellung aller Lebensgemeinschaftsformen unter dem Überbegriff „Lebensgemeinschaften“. Ob sie nun hetero- oder homosexuell sind, ob sie zwei oder mehr Menschen umfasst, darf nicht von Bedeutung sein.
Natürlich soll der Spruch polarisieren, Aufmerksamkeit erregen – ebenso selbstverständlich wie die Tatsache, dass Monogamie auch eine Lösung von verschiedenen sein kann. Gemeint ist letztlich die Akzeptanz von unüblichen, ja gradezu innovativen Formen des Zusammenlebens von Menschen, die untereinander Solidarität üben. Im Chaos Computer Club sprechen wir auch nicht umsonst von der „Chaos-Familie“.
Julia Seeliger von der Grünen Jugend hat das Papier mitgeschrieben und die Forderung war die erste Probe, auf die sie nicht nur Boulevard-Zeiten stellten, direkt nachdem sie in den Parteirat der Grünen gewählt wurde. Bestanden, wie ich finde. Auf jeden Fall wollten wir beide schon länger den Spruch mit einem passendem Motiv versehen und haben zahlreiche Ideen gesammelt, verworfen und nen Wettbewerb in ihrem Blog veranstaltet, bis uns irgendwann zwischen Balkon, Kaffee und Küche ein Geistesblitz kam. Und zehn Minuten später hatten wir Folgendes grob zusammengezimmert:
Das kann man natürlich in biologisch und fair gehandelt bei Spreadshirt für ca. 23 Euro bestellen, von dem ein Euro an einen guten Zweck gehen wird. Wahrscheinlich an Fuck for the Forest, die privat gedrehte Pornographie einsammeln und gegen Geld zugänglich machen, welches sie dann zum sehr großen Teil an Projekte für die Sicherung des Regenwaldes spenden. Es is wohl bisweilen schwierig erstmal eine NGO in dem Bereich zu finden, die erstmal keine moralischen Bedenken äussert.

2 Antworten zu „Monogamie ist keine Lösung!“