Archiv der Kategorie 'Fundstücke'

Jetzt komplett mit allen Features!

BKA 2.0

Das BKA soll im Einzelnen die folgenden Mittel anwenden dürfen:
(inkl. ausgesickertem BKA-Gesetzentwurf vom 16. April)

  1. Persönliche Daten sammeln
  2. Personen befragen (diese sind verpflichtet, Auskunft zu geben)
  3. die Identität von Personen feststellen und Berechtigungsscheine prüfen
  4. Personen erkennungsdienstlich behandeln, das heißt u.a.
    1. der Person Fingerabdrücke abnehmen,
    2. der Person Handflächenabdrücke abnehmen,
    3. Foto der Person aufnehmen,
    4. Videoaufzeichnung der Person aufnehmen,
    5. äußere körperliche Merkmale der Person feststellen,
    6. Messungen an der Person vornehmen,
    7. die Stimme der Person aufzeichnen.
  5. Personen vorladen (diese sind verpflichtet, zu erscheinen)
  6. Besondere Mittel der Datenerhebung anwenden, darunter
    1. langfristige Observation von Personen
    2. geheimes Fotografieren, Filmen und Abhören, auch in Wohnungen
    3. sonstige Observationsmittel einsetzen wie GPS-Wanzen
    4. Beamte („verdeckte Ermittler“) und Privatpersonen („Vertrauenspersonen“) einsetzen, die sich das Vertrauen des Betroffenen durch Täuschung erschleichen und mit dem Betroffenen auch Wohnungen betreten dürfen; verdeckte Ermittler dürfen auch falsche Papiere benutzen
  7. Personen zur geheimen polizeilichen Beobachtung ausschreiben
  8. Datenbestände jeder Behörde, jedes Unternehmens und jeder Privatperson erheben, um sie nach bestimmten Merkmalen zu rastern (Rasterfahndung)
  9. heimlich Computer und andere Geräte überwachen und Daten auslesen
  10. Telefon, Handy, E-Mail, Internet und andere Telekommunikation überwachen
  11. Verbindungsdaten abrufen, einschließlich verdachtslos auf Vorrat gespeicherter Daten
  12. Standortdaten von Handys abrufen, einschließlich verdachtslos auf Vorrat gespeicherter Daten
  13. Internet-Nutzungsdaten abrufen, z.B. von Google und eBay
  14. Handys identifizieren und lokalisieren („IMSI-Catcher“)
  15. Platzverweise erteilen
  16. Personen in Gewahrsam nehmen
  17. Personen durchsuchen
  18. Sachen in Abwesenheit des Eigentümers geheim durchsuchen
  19. Sachen sicherstellen
  20. Wohnungen durchsuchen. Bei der Durchsuchung einer Wohnung hat der Wohnungsinhaber das Recht, anwesend zu sein. Ist er abwesend, so ist, wenn möglich, sein Vertreter oder ein erwachsener Angehöriger, Hausgenosse oder Nachbar hinzuzuziehen.
  21. Das BKA darf erlangte Daten an jede öffentliche Stelle zur Abwehr einer erheblichen Gefahr und zur Strafverfolgung weiter geben. Das gilt auch für „Zufallsfunde“. Das BKA darf erlangte Daten auch an die Geheimdienste für deren Zwecke weiter geben.
  22. Das BKA darf erlangte Daten an jede öffentliche Stelle zur Abwehr einer erheblichen Gefahr und zur Strafverfolgung weiter geben. Das gilt auch für “Zufallsfunde”. Das BKA darf erlangte Daten auch an die Geheimdienste für deren Zwecke weiter geben

Vor den Maßnahmen des BKA geschützt sind nur Geistliche, Strafverteidiger und Abgeordnete, wenn sie ihren Beruf ausüben und nicht Verursacher der abzuwehrenden Gefahr sind.

(Zusammenfassung von Patrick Breyer / Logo von Wetter, beide (CC BY))

Kunst! (inkl. zwei guten Adressen)

Auf zwei tolle Seiten, mit denen ich mich grad beschäftige, muss ich unbedingt hinweisen:

Die ARS Electronica ist seit den 80ern ein alljährliches Festival, in dem Computer, Gesellschaft und Kunst zusammenfallen, welches in Österreich stattfindet. Mitlerweile gehört das ARS Electronica Center als dauerhafter Ausstellungsraum dazu. Im ARS Futurelab gehts auch richtig Rocket-Science-mäßig weiter in die Zukunft … ich muss da auch mal hin, nach Linz.

Ferner stieß ich heute auf die Seiten des Berliner Künstler Aram Bartholl, welcher durch äußerst feinen Fug immer wieder ansprechend den Bezug zwischen Realer und Virtueller Welt sucht. Nebst den Projekten auf seiner Website, sammelt agoasi seinem Blog verschiedenste digital-künstlerische Projekte aus aller Welt.

Viel Spaß für Auge und Geist!

Hessenjournal: Wahleinspruch des Chaos Computer Clubs

Bericht im Hessenjounal des Hessischen Rundfunks am 29. Januar 2008 über mögliche Manipulationen an Wahlcomputern bei der Wahl zum Hessischen Landtag am 27.1.2008

Trailer: “The End of the World” nicht nur im Kino

Coming soon.

Logenplätze gibts dann in den Schlauchbooten der Produktionsfirma oder auch in jedem 5er BMW.

Ach ja, hier gibt es auch schon einen Kinderversion davon als Kurzfilm:

Google Grid startet …

… heisst aber Google Base. Wer den apokalyptischen Kurzfilm Google Epic 2015 kennt, weiss, was mit dem Titel gemeint ist: Google speichert nun von Dir, was Du willst.

Bin mal gespannt wie weit ich da mit meiner Privatsphäre rausrücke … nun aber erstmal Popcorn und Film ab:

“Datenschutz ist Klimaschutz”

Aus gut unterrichten Kreisen wurde mit dieser Slogan mit Verweis auf ein piraterischen Ursprung mitgeteilt.

Ich fasse zusammen:

  • Eine schwarze Google-Site erspart 750 Megawatt Stromverbrauch im Jahr.
  • Eine Googleanfrage verursacht drei Gramm CO2 Ausstoss.
  • Das Netz stößt soviel CO2 aus wie Fliegen, Strato warnt vor PHP. (Posting)
  • Google ist heute schwarz und beteiligt sich damit an der Kampagne “Licht aus!
  • Faktisch werden 5 Min. “Licht aus” der Umwelt mehr schaden als nutzen.
  • Bleibt zu hoffen, dass Menschen auf so absurde Symbole reagieren.
    Update: Fiete Stegers hat auf tagesschau.de mal einzelne der Behauptungen geprüft. Danke.

    Ach ja, offen bleibt die Frage:

    • Wieviel CO2 verursacht die Vorratsdatenspeicherung?

    Herbst 2007: Die Klagenwellen des Clemens R.

    Der für die großen Musiklabels abmahnende Rechtswanwalt RA Clemens Rasch ist immer wieder Grund, weshalb sich viele Menschen dieses Blog verirren - nachdem sein Büro mal wieder Körbe zur Post geschleppen müsste, wie ich mir immer denke, wenn ich mir meine Blogstatistiken anschaue:

    klagewellen-rasch-herbst07.png

    Der hierfür ursächliche Artikel berichtet von einer Anhörung mit Rasch und mir im Bundestag. Bin ja sehr neugierig darauf, wie das in http-Logfiles aussehen muss, die bei seinem Namen ganz oben auftauchen.

    Strato: “Hohe Ressourcenbelastung durch schlechte PHP-Skripte”

    Das Internet respektive die Internetwirtschaft soll nun etwa genauso viel CO2-Ausstoß verursachen, wie der Flugverkehr. Wenn Herr Schmidt von dem Internetprovider Strato in einem Bericht des 3sat Magazins Nano folgende Ursachen nennt, muss das Problem echt ernst sein:

    “Schlecht geschriebener Code ist ein Klimakiller.” Denn wenn der Prozessor wegen komplizierter Software-Befehle mehr arbeiten muss als nötig, wird entsprechend mehr Strom verbraucht. [...] Schlechter HTML-Code, umständliche Skripte und nicht gepflegte Datenbanken verlängern die Ladezeiten von Webseiten. Daher sollten Inhalt und Layout mit Hilfe von CSS sauber voneinander getrennt werden. Bilddateien sollten so klein wie möglich gehalten werden.

    Vielleicht können wir hier über die Kommentare ja ein paar weitere Tipps und Tricks sammeln:

    - Wenn man einen Links mit einem Slash am Ende (”…/”) versieht, wird ein http-Request weniger hin und her gesendet. Also http://www.ccc.de/ und nicht http://www.ccc.de
    - Wieder mehr Proxyserver und größere Browsercaches benutzen.
    - Mehr Inhalte und weniger Formatierung übertragen (Protokollentwicklung, Designs in Ajax)
    - Wichtige Inhalte (Mails, Dokumente) lokal vorrätig halten.
    - Keine Logfiles und andere Vorratsdatenspeicherungen verwenden.

    Langsam sollte man dann auch das Berufsbild des Netzökologen skizzieren.

    Menschheit: Weiterhin mehr Angst als Freiheit

    Google ist schon sehr praktisch. So lassen sich immerhin Zahlen vergleichen, die Auskunft über die Häufigkeiten der Verwendung bestimmter Wörter treffen.

    So habe ich grad mal einen Google-Compare auf die Begriffe Freiheit, Angst, Sicherheit, “Chaos Computer Club” und “Innenminister” geworfen und musste leider in allen Disziplinen eine Niederlage hinnehmen:

    freiheits-googlei.png

    Wesentlich interessanter ist allerdings nicht das, was häufig in diesem Internet auftaucht (reproduzierte Nachrichtenmeldungen), sondern was häufig in diesem Internet gesucht wird. Auch darüber liefert Google Auskunft, mittels Google Trends:

    Fazit: Das Interesse an Freiheit nimmt gegenüber dem Interesse an Sicherheit stetig zu.

    Biometrie im Ausweis: BKA schützt sich mit Alufolie vor Schäuble

    Die nun per Funk auslesbaren, biometrischen Merkmale Gesichtsbild und demnächst auch zwei Fingerabdrücke, welche ab diesem Jahr im Reisepass und ab nächsten auch im Personalausweis gespeichert sind / sein werden, sind drahtlos auslesbar. Natürlich gut verschlüsselt!

    Aber so gut kann die Verschlüsselung nicht sein, wenn selbst der Präsident des Bundeskriminalamtes nicht dran glaubt, wie die Financial Times Deutschland zu berichten weiß:

    Noch halten Experten die Technik zum Auslesen der Chips, auf denen der Fingerabdruck gespeichert würde, für nicht sicher. Jörg Ziercke, Chef des Bundeskriminalamts, wickelt seinen digitalen Pass in Alufolie, um sich vor Ausspähern zu schützen.

    Den Tip kann ich ja nur wärmstens empfehlen - approved by German Police Officals.
    weiterlesen ‘Biometrie im Ausweis: BKA schützt sich mit Alufolie vor Schäuble’

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    Guten Tag!

    Hier ist das Blog vom Wetterfrosch am Entstehen. Gerade fängt er an in Hamburg Flosse zu fassen und rekunstruiert hier seine jüngste Vergangenheit. Viel Spaß!