Archiv der Kategorie 'Grüne'

Aktion am Freitag: Kamera trifft Innenminister

Die Grüne Jugend Thüringen tourt diese Woche mit einer gigantischen Überwachungskamera durchs Lande und bietet dabei an diesem Freitag, den 18. April, mit zwei spannende Termine für alle BerlinerInnen und BrandenburgerInnen auf:

  • 12-14h in Bad Saarow zur Innenministerkonferenz vor dem Hotel “Esplanade Resort & Spa”
  • 15-17h Berlin vor dem Innenministerium (Alt-Moabit)

Fotos und Berichte findet sich im Blog des Landesverbandes, wie auch eine kleine Stellungnahme:

Emilia Miguez, Sprecherin der Grünen Jugend Thüringen: „Biometrische Passdaten, Online-Durchsuchungen und Vorratsdatenspeicherung, der Staat entwickelt sich von einem Rechtsstaat immer weiter hin zu einem Überwachungsstaat. Die Regierung versucht ihre BürgerInnen immer stärker und in immer mehr Bereichen zu kontrollieren, das können und wollen wir nicht akzeptieren“.

Na hoffentlich sind Freitag dann auch schnell ein paar lizenzfreie Fotos unterwegs!

Wie Managergehälter senken? Ganz einfach …

Ganz groß! Das hätte von den Grünen kommen können (ok, da hab ich den Link auch her), kommt aber aus dem bayrischen Sozialministerium.

DRM: Stellungnahme zu online Inhalten im EU-Binnenmarkt

Im Namen des Fachforums Kultur und Medien der Grünen Jugend habe ich am Freitag bei der EU-Kommission eine Stellungnahme (PDF) zu einer Konsultation über DRM-Systeme eingereicht.

Julia hat dieses Papier bereits gebloggt - es würde mich sehr freuen, wenn es jemand mal liest und kommentiert!

Habs schon so allein geschrieben, niemand hatte beim Schreiben eine Meinung dazu abgegeben und ich tu das auch noch im Namen anderer Menschen … ich will doch kein Politiker werden.

Dank an Mr.moon, welcher auf der entsprechenden Wikiseite (jaja, ein transparenter Entwicklungsprozess!) ein paar sprachliche Fehler korrigierte :)

Mehr Propaganda: I wouldn’t steal a car, but …

Immer diese Politpropaganda, welche Blogs missbrauchen will:

“Datenschutz ist Klimaschutz”

Aus gut unterrichten Kreisen wurde mit dieser Slogan mit Verweis auf ein piraterischen Ursprung mitgeteilt.

Ich fasse zusammen:

  • Eine schwarze Google-Site erspart 750 Megawatt Stromverbrauch im Jahr.
  • Eine Googleanfrage verursacht drei Gramm CO2 Ausstoss.
  • Das Netz stößt soviel CO2 aus wie Fliegen, Strato warnt vor PHP. (Posting)
  • Google ist heute schwarz und beteiligt sich damit an der Kampagne “Licht aus!
  • Faktisch werden 5 Min. “Licht aus” der Umwelt mehr schaden als nutzen.
  • Bleibt zu hoffen, dass Menschen auf so absurde Symbole reagieren.
    Update: Fiete Stegers hat auf tagesschau.de mal einzelne der Behauptungen geprüft. Danke.

    Ach ja, offen bleibt die Frage:

    • Wieviel CO2 verursacht die Vorratsdatenspeicherung?

    Vorratsdatenspeicherung: Über 12 400 Teilnehmer bei Mahnwachen

    Bei den rund 42 Mahnwachen zu Ehren des Grundgesetzes brachten gestern über 10 000 Menschen Protest gegen die neuen Überwachungsgesetze zum Ausdruck. Die Vorratsdatenspeicherung - das Element zur Vollprotokollierung der Telekommunikation - wird heute im Rechtsausschuss des Parlaments verhandelt und voraussichtlich im Plenum am Freitag Mittag beschlossen.

    Der Protest war kreativ, aber ernst. Mit gemeinsamen Lesungen von Grundrechten, dem Anzünden von Andachtskerzen und zahlreichen Schweigeminuten verbrachten die meisten Teilnehmenden rund zwei Stunden im Regen.

    Aus der Berichterstattung der Presse und Blogszene

    Das ZDF hat den Mahnwachen einen Beitrag im heute journal gewidmet. Online heisst es auf zdf.de:

    Anwälte und Ärzte, Journalisten und Datenschützer befürchten eine Aushöhlung des Grundgesetzes. Die Grünen fürchten den totalen Überwachungsstaat.

    Die ARD-Aktuell Redaktion brachte gestern zwar nix in Tagesschau und -themen, aber einen guten Bericht auf tagesschau.de:

    Der Deutsche Journalistenverband (DJV) warnte vor katastrophalen Folgen für die Pressefreiheit, wenn künftig alle Daten von Telefon- und Internetverbindungen für ein halbes Jahr gespeichert werden. “Wo werden sich dann noch Informanten finden, die sich mit Journalisten unterhalten, damit die Journalisten investigativ arbeiten können? Das geht dann eigentlich nur noch auf der Parkbank”, sagte der DJV-Vorsitzende Michael Konken der dpa.

    Daniel Kulla auf classless.org betrachtet den Abend mit seiner üblichen charmanten kritischen Distanz:

    Ich gehe also zu den Vorratsdatenspeichlern und stelle mich mit vor den Reichstag, um mir nicht aus der Entfernung ein stereotypes Bild davon zu machen, wie sich die auf der Kundgebung redenden Politiker als besonders wählbar präsentieren [...]
    Ich habe nichts dagegen, es so folklo zu machen, daß es wehtut, wenn das Ganze seinen Zweck erfüllt und diesem Fall die Vorratsdatenspeicherung verhindert.

    Die Sammlung aller Fotos der Mahnwachen findet im Wiki statt. Viele Teilnehmer stellen auf flickr.com mit dem Tag “Vorratsdatenspeicherung” ihre Fotos ein. Die Tage picke ich dann hier wieder die schönsten, freiesten Fotos raus.

    Remember, Remember the 6th of november.
    Funpower season and blogs.
    I know of no reasen why the funpower season should ever be forgot.

    Morgen, 17h, Deutschland: Mahnwachen gegen Wahnmache!

    In über 40 Städten werden am Dienstag überall in Deutschland zwischen 17h und 19h Mahnwachen zu Ehren des Grundgesetzes stattfinden.

    Wegen der derzeitigen Maßnahmen, die der inneren Sicherheit dienlich sein sollen aber die Freizügigkeit des einzelnen schwächen, demonstrieren Bürgerrechtlicher vor Bundes- und Landeseinrichtungen.

    Bringt Kind, Kegel und Laternen mit:

    Beginn ist normalerweise um 17h, solange nicht anders angegeben. Schaut sicherheitshalber auf die jeweilige Wikiseite für genauere Details.

    Hedonistisches Bekennerschreiben: Danke Team Grün!

    Ziel der „Schnitzeljagd“ war gegen 18 Uhr 25 die Oberbaumbrücke. Dort wurde Alkohol getrunken und Musik über mitgebrachte Anlagen gespielt. Ein 21-jähriger Teilnehmer meldet einen Spontanaufzug an, der untersagt wurde, da kein Zusammenhang erkennbar war. (…) Gegen beide ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

    Party im Ziel auf der Oberbaumbrücke: Die Rennleitung sagte aus, dass Team Blau gewann.
    Zielparty Oberbaumbrücke: Laut Rennleitung gewinnt Team Blau die Tofuschnitzeljagd.

    War ne geile Party. (Das Foto ist von monsieurbei auf flickr)

    Die Polizeimeldung liest sich eher wie ein Sportbericht über eine Schnitzeljagd für ausgewachselne Kinder, welche keinen Geburtstag, sondern ne Elektroparty mit latent-politischem Anspruch feiern.

    Auf das Motto der Spontandemo “Für mehr Kultur im Öffentlichen Raum” hin sagte mir der Beamte:

    Ihr Motto ist kein Anlass.

    Die oftmals sehr netten Damen und Herren Kollegen konnten wegen des Sinns des Spiels auch nur mehr rat- als planlos mit uns durch die Gegend irren - kamen aber auch auf ihre Kosten! “Die nackten Ärsche will ick noch sehn!” entgegnete eine Beamtin auf die Schilderung der nächsten Aufgabe. Viele der Siegerurkunden wurden von Mitgliedern des rechtstaatlichen Team Grün mit “Ihren Namen” unterschrieben. Mein Gegenspieler hat mich ebenfalls gesigned.

    Auch wenn das nächste Mal in einer solchen Situation keiner ne Tageszeitung in der Hand hat, lautet das Motto dann ganz einfach: “Danke Team Grün!

    Hier gibts im übrigen das Blog zur Tofu-Schniteljagd. Da gab es tolle Aufgaben, wie:

    Polizeistaat wegkuscheln
    Jeder geküsste oder geschmuste Polizist zählt 5 Punkte. Jeder Passant einen.
     Buchstabe gegen 10 Punkte

    Fuck you durchnormierte Welt
    Kommerzialisierte Pauschaltouren fördern ein kommerzialisiertes Pauschalberlin. Deshalb (und nicht nur wegen der Kanalbäume): Touris die besonderen Seiten Berlins zeigen.
     Buchstabe gibt’s gegen drei nackte Ärsche Richtung Touriboot oder Bus.

    Am Ende gabs dann einen Buchstabensalat, welche auf ein Blog linkte, welches uns zurück auf den Weg zur Oberbaumbrücke brachte. Toll Nummer - gerne wieder!

    Disclaimer an alle KollegInnen:
    Ich hätt dann nach der Nachberichterstattung gerne die Kopie meiner Ermittlungsakte. Dann gewinnt nächstes Mal vielleicht auch unser Team Grün, auf das eine Einheit von Ihnen fünfzig Euro verwettet hat :)
    Ich habe nichts mit der Vorbereitung und Nichtanmeldung dieser lebensfreudigen Demonstrationsveranstaltung zu tun gehabt und auch erst gestern am Morgen in der Frühe davon erfahren und kam auch viel zu spät …

    Hamburg.

    Ein fröhliches Moin ausm Norden!

    Ich schalte hier auf diesem Blog nen Gang zurück, da ich grade meinen Wechsel von Berlin nach Hamburg endlich vollziehe und ich mit den beiden neuen Jobs jetzt richtig durchstarte.

    Rock’n'Roll! Aber jetz voll im Reallife, nicht in diesen Medien.

    Aber in denen braucht man ja heute auch selber nix mehr posten: Bundestrojaner vorm Bundesverfassungsgericht, Julia in der Talkrunde quergefragt (”Wozu noch heiraten?“), Eva Herman Tags zuvor rausgeworfen, heute in die Bürgerschaft berufen, die Grünen schlagen wieder nen neues Logo vor und die Bundestags-Grünen treffen morgen auf den CCC.

    Welche Parties hat die Hauptstadt am Wochenende zu bieten?

    (Demnächst gibts hier dann die Kollektion meiner neuen Schreibtische und Sofas in Hamburg zu sehen.)

    Strato: “Hohe Ressourcenbelastung durch schlechte PHP-Skripte”

    Das Internet respektive die Internetwirtschaft soll nun etwa genauso viel CO2-Ausstoß verursachen, wie der Flugverkehr. Wenn Herr Schmidt von dem Internetprovider Strato in einem Bericht des 3sat Magazins Nano folgende Ursachen nennt, muss das Problem echt ernst sein:

    “Schlecht geschriebener Code ist ein Klimakiller.” Denn wenn der Prozessor wegen komplizierter Software-Befehle mehr arbeiten muss als nötig, wird entsprechend mehr Strom verbraucht. [...] Schlechter HTML-Code, umständliche Skripte und nicht gepflegte Datenbanken verlängern die Ladezeiten von Webseiten. Daher sollten Inhalt und Layout mit Hilfe von CSS sauber voneinander getrennt werden. Bilddateien sollten so klein wie möglich gehalten werden.

    Vielleicht können wir hier über die Kommentare ja ein paar weitere Tipps und Tricks sammeln:

    - Wenn man einen Links mit einem Slash am Ende (”…/”) versieht, wird ein http-Request weniger hin und her gesendet. Also http://www.ccc.de/ und nicht http://www.ccc.de
    - Wieder mehr Proxyserver und größere Browsercaches benutzen.
    - Mehr Inhalte und weniger Formatierung übertragen (Protokollentwicklung, Designs in Ajax)
    - Wichtige Inhalte (Mails, Dokumente) lokal vorrätig halten.
    - Keine Logfiles und andere Vorratsdatenspeicherungen verwenden.

    Langsam sollte man dann auch das Berufsbild des Netzökologen skizzieren.

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    Guten Tag!

    Hier ist das Blog vom Wetterfrosch am Entstehen. Gerade fängt er an in Hamburg Flosse zu fassen und rekunstruiert hier seine jüngste Vergangenheit. Viel Spaß!