Idee: Die MSA – Der Geheimdienst von allen für alle

Man stellt sich ja beim Blick ins „Web 2.0“ häufiger die Frage, wozu diese Gesellschaft überhaupt noch Geheimdienste, Lauschangriffe und Online-Durchsuchungen benötigt.

Folgenden Gedanken mögen schon einige vor mir gehabt habt: Jede menge Informationen, die bereits Menschen sich selbst namentlich zugeordnet haben, sind frei zugänglich. Aus ihnen kann man doch sicher eine große, öffentlich abfrage Datenbank zimmern.

Diese Daten gibt es:
Suchergebnisse: Google, Yahoo, … Direkt in der Nähe einer Fundstelle finden sich Informationen wie Telefonnummern, Fotos, Profilinformationen.
Soziale Netzwerke: Newsgroups, StudiVZ, Orkut. xing. Wer kennt wen, hat welche Interessen … die Daten sind oft schon gut formatiert.
Nachrichten: Google-News, Blogosphaere, Archive. Ist die gesuchte Person in der Öffentlichkeit schon bemerkt worden?
Wissenshaufen: Wikipedia. Was macht die Person so?

Als moralisch handelndeR DatenschützerIn will man sich natürlich auf die rein öffentlich zugänglichen Informationen beschränken und von solchen, die eigentlich nur Freunden verfügbar sein sollen aber es zufällig mal nicht sind, absehen. Bitte.

In Form einer Ermittlungakte lassen sich dann wahrscheinlich zutreffende Daten darstellen, falls vorhanden:

1. Name, Foto(s), Nicks, Anschrift. Mail, Telefon, Chat.

2. Freunde, Bekannte, Feinde.
Nachrichten und Beiträge über die Person. Organisationen, die mit der Person assoziiert sind.

3. Blog(s), letzte Beiträge, Kommentare woanders. Letze Kommentare in anderen Blogs, Änderungen in der Wikipedia.

Technisch kann man zum einen vorher Datenberge sammeln und zusammen führen aber zum anderen auch die Suchanfragen live rausschicken („on demand“) und die Ergebnisse via Ajax während des Ladens der Ermittlungsakte einspielen.

Mitarbeit is also dringend notwendig. Bislang ist die Idee im Umfeld der Grünen Jugend soweit gereift, dass dieses Posting entstehen konnte. Technische Kompetenz scheint grad gefragt.

2 Responses to “Idee: Die MSA – Der Geheimdienst von allen für alle”


  1. 1 classless 15. September 2007 um 14:00

    Auf die De-facto-Selbsterfassung der User für die Belange der Verwertung hob ja auch Spreeblicks renowned „Per Anhalter durchs Web“ ab:

    http://www.spreeblick.com/2007/03/13/per-anhalter-durchs-web-20/

    http://www.classless.org/2007/03/17/kommunisten-per-anhalter-durchs-web/

  2. 2 LeV 18. September 2007 um 15:35

    Da gibt es doch bereits eine Web 2.0 Klatsche, die sich auf die Fahne geschrieben hat, ein Profil von jedem Menschen auf dieser Welt anzulegen: http//www.spock.com. Deren Bot durchschnüffelt Netzwerke wie MySpace oder flikr auf der Suche nach benutzerbezogenen Daten, die die Benutzer daselbst eingestellt haben, und erstellt auf dieser Grundlage Profile. Das ist also ein automatisiertes Profiling und die User können dann tatsächlich die für sie erstellten Profile übernehmen, indem sie klicken: Ja, das bin ich! Ist natürlich prima, wenn irgendjemand dich im Netz als pädophil bezeichnet und dann dein Name bei spock in Zusammenhang mit Pädophilie auftaucht. So gewinnt man garantiert neue Arbeitgeber. *augenroll*


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




Guten Tag!

Hier ist das Blog vom Wetterfrosch am Entstehen. Gerade fängt er an in Hamburg Flosse zu fassen und rekunstruiert hier seine jüngste Vergangenheit. Viel Spaß!

Wettermeldungen

September 2007
M D M D F S S
« Aug   Okt »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

%d Bloggern gefällt das: