Archiv für Dezember 2007

Was wissen die Computer des Staats über mich?

Aus dieser Motivreihe sei nun die Version 0.3 als rc2 released, welcher in Kürze zeitig zum 24C3 als Postkartensatz in den Druck geht:

kinderplakat-v03-rc3_vds1.png

kinderplakat-v03-rc3_vds2.png

kinderplakat-v03-rc3_butro.png

Ein kinderplakat-v03-rc3.pdfPDF/X-1a:2001 konformes PDF steht in Druckqualität mit einer Dateigröße von ca. 4,2 MB hiermit zur Verfügung. *release*

Hier die notwendigen Worte zu den an der Urheberschaft beteiligten:
Icons via iconarchive.com, aus den Sätzen iFunny Icons von Dirceu Veiga – FastIcon Studio sowie Kids Icons von Everaldo Coelho und desweiteren aus Redfresh CI Icons von TpdkDesign.net. Bundestrojaner vom Chaos Computer Club.
Schriftart Yanone Kaffeesatz von Jan Gerner. (Creative Commons Namensnennung 2.0).
Komposition Was weiß mein großer Bruder alles über mich? v0.3-rc2 vom 19. Dezember 2007 von Matthias “wetterfrosch” Mehldau
Lizenz Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung 2.0. Nicht-Kommerzielles Kopieren und Bearbeiten unter Quellangabe (CC) BY-NC-SA) Wetterfrosch, ak-vds.de (Schrift: Jan Gerner, Icons: Dirceu Veiga – FastIcon Studio, Everaldo Coelho, TpdkDesign.net, ccc.de) erbeten!

Volldampf voraus: 24C3 Tagungsband V1 online.

Auf 188 Seiten gibt es die bislang eingereichten Papers und eine Übersicht aller Veranstaltungen als PDF des Tagungsband es (A4) zum selber-Lesen und -Ausdrucken.

Oder wie es bei Adobe so schön heißt:

This document passes PDF/X-1a:2001 compliance checks. 0 Errors.

Für Bin mal gespannt wieviele Exemplare wir auf dem Congress da haben werden. Wir werden genug Exemplare für alle haben, Stückpreis vorr. 23 Euro.

Wer seine Zusammenstellung selbst ausdrucken mag schont also nicht nur die Umwelt. Hier die Dateien für ne gebundene A4-Version.

Wer es nicht eilig hat; das gibts demnächst auch dank Books-on-Demand und dem FoeBuD-Shop bei Bookzilla, Amazon und Co sowie in der Buchhandlung ums Eck. Frohes Fest.

Ah, die ISBN: 978-3-934636-06-4. Demnächst auch in der Nationalbibliothek Ihres Vertrauens.

Freitag, Berlin: Creative Commons wird fünf

Am Freitag, den 14. Dezember 2007 findet in der c-base in Berlin die offizielle “Fünf Jahre Creative Commons Party” im Rahmen eines globalen CC-Party-Wochenendes statt. Der Eintritt ist frei.

ccbday_berlin07.jpg
Design: M. Angermeier, White Label (CC BY-NC, Yeah@WeAreWhiteLabel.com)
Foto: Stefan Kellner (CC BY-NC, flickr)

Mal sehen, vielleicht schaff ich die Party am Freitag auch noch:
(Beitrag von Markus auf netzpolitik.org plus Update.)

John Weitzmann von Creative Commons Deutschland erklärt: “Vor fünf Jahren wurde in San Francisco Creative Commons gegündet. Die Idee damals war, eine Alternative zum Prinzip Alles-oder-Nichts aus dem klassischen Urheberrecht/Copyright zu bieten, die den heutigen Anforderungen von Netz, Kultur und Wissenschaft gerecht wird. Dieser andere Ansatz lautet „Share, Remix, Reuse – Legally” und bietet für das Streben nach kultureller Freiheit eine rechtliche Grundlage, ohne Urheberrechte in Frage zu stellen.“

Begonnen wird um 21:11 Uhr mit Vorträgen, Animationen, Präsentationen und Diskussionen zum Thema. In verschiedenen Redebeiträgen werden unterschiedliche Aspekte von Freier Kultur vorgstellt:

  • Paul Keller von Creative Commons Niederlande berichtet über die europäische CC-Vernetzung und Projekte aus dem Nachbarland.
  • Lawrence Liang von Creative Commons India wird über die Erfahrungen und die Fortschritte der offenen Lizenzen in Indien und Asien erzählen.
  • Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, wird in seinem Grusswort auf Parallelen zwischen Freier Software und Freier Kultur eingehen.
  • Jürgen Werwinski, Redaktionsleiter NDR-Online berichtet über Hintergründe und Erfahrungen zum Pilotversuch der Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen beim NDR.
  • Markus Beckedahl von newthinking communications wird verschiedene weitere CC-Projekte aus Deutschland vorstellen.
  • Michelle Thorne von Creative Commons International freut sich: “Gefeiert wird dann ab 23:32 Uhr mit Musik, DJs, Visuals und allem, was
    zu einer richtigen Geburtstagsparty dazugehört. Die musikalische Begleitung kommt von Live-Acts des Pulsar-Records Netlabels.”

    Die c-base ist in der Rungestrasse 20 in Berlin-Mitte zu finden. (Wikiseite der Party)

    Google Grid startet …

    … heisst aber Google Base. Wer den apokalyptischen Kurzfilm Google Epic 2015 kennt, weiss, was mit dem Titel gemeint ist: Google speichert nun von Dir, was Du willst.

    Bin mal gespannt wie weit ich da mit meiner Privatsphäre rausrücke … nun aber erstmal Popcorn und Film ab:

    “Datenschutz ist Klimaschutz”

    Aus gut unterrichten Kreisen wurde mit dieser Slogan mit Verweis auf ein piraterischen Ursprung mitgeteilt.

    Ich fasse zusammen:

  • Eine schwarze Google-Site erspart 750 Megawatt Stromverbrauch im Jahr.
  • Eine Googleanfrage verursacht drei Gramm CO2 Ausstoss.
  • Das Netz stößt soviel CO2 aus wie Fliegen, Strato warnt vor PHP. (Posting)
  • Google ist heute schwarz und beteiligt sich damit an der Kampagne “Licht aus!
  • Faktisch werden 5 Min. “Licht aus” der Umwelt mehr schaden als nutzen.
  • Bleibt zu hoffen, dass Menschen auf so absurde Symbole reagieren.
    Update: Fiete Stegers hat auf tagesschau.de mal einzelne der Behauptungen geprüft. Danke.

    Ach ja, offen bleibt die Frage:

    • Wieviel CO2 verursacht die Vorratsdatenspeicherung?

    Wikiwiki: Das Datasett – Ein Überwacher-Quartett

    Zusammen mit dem FoeBuD und weiteren NGOs möchte ich das mit der Zeit eingeschlafene Fahndungsplakat durch ein Kartenspiel ersetzen!

    Wer dabei helfen möchte, ist herzlich dazu eingeladen weitere Fakten und Kandidaten zusammenzutragen! Dazu wird bereits die Datasett-Seite im Wiki des AK Vorratsdatenspeicherung genutzt.

    datasett_preview_350px.png

    Die Spielerkarten werden geziert mit Politikern, Wirtschaftlern oder Maßnahmen, die sich durch die Anzahl ihrer erfassten Datensätze und Datenfelder sowie Kosten und Zeiträume der Maßnahme qualifizieren.

    Herbst 2007: Die Klagenwellen des Clemens R.

    Der für die großen Musiklabels abmahnende Rechtswanwalt RA Clemens Rasch ist immer wieder Grund, weshalb sich viele Menschen dieses Blog verirren – nachdem sein Büro mal wieder Körbe zur Post geschleppen müsste, wie ich mir immer denke, wenn ich mir meine Blogstatistiken anschaue:

    klagewellen-rasch-herbst07.png

    Der hierfür ursächliche Artikel berichtet von einer Anhörung mit Rasch und mir im Bundestag. Bin ja sehr neugierig darauf, wie das in http-Logfiles aussehen muss, die bei seinem Namen ganz oben auftauchen.

    Wochenschau: Wolfgang & Wolfgang, Blogger, Pferde, Mitarbeiter 2.0

    Mi., Karlruhe: Vor Presse und Verfassungsrichtern

    Wie die taz meldet und bereits intensiv bei netzpolitik.org und Julia kommentiert wurde, eine kleine Gemütlichkeit von Wolfgang:

    “Wir hatten den ‘größten Feldherrn aller Zeiten’, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten”, assoziierte er am Mittwochabend vor Journalisten und Richtern in Karlsruhe.

    Das ist meiner Lesart nach nicht sauber nach Quantität und Qualität gewichtet formuliert oder wahrscheinlich aus den Kontext heraus zitiert worden. Es soll ja hoffentlich nicht rüber kommen, als dass er die politische Motivation der Verfassungsbeschwerde-Einreichenden mit denen des GröFaZ abgewägen will, oder Wolfgang?

    Do., Plenum: Wieland vs. Wiefelspütz

    Es ist Donnerstag und wir sind im Plenum auf Berlin. Wolfgang Wieland erhält vom Vizepräsidenten Dr. Hermann Otto Solms das Rederecht zum Thema “Einzelplan Innen und Versorgung”.

    Noch vor Eröffnung seiner Rede feixt der SPD-Mann Bürsch Jetzt kommt: “Die Koalition ist am Ende”! Wetten?, gefolgt von Heiterkeit bei der SPD, wie dem Protokoll zu entnehmen ist. Wieland lässt dies kein Wort lang auf sich sitzen und eröffnet mit einem Konter:

    Lieber Kollege Bürsch, ich nehme das auf. “Die Koalition ist am Ende”, sagen Sie. Die ist so am Ende, dass es Leichenschändung wäre, im Bereich der inneren Sicherheit noch auf sie einzuprügeln.

    Routiniert beantwortet er mit voller Souveränität Zwischenrufe und ruft schon nach wenigen Zeilen Wiefelspütz auf den Plan:

    Heute haben wir die Situation, dass Zehntausende auf die Straßen gehen, hier in Berlin, in Frankfurt am Main, in anderen Orten,

    (Dr. Dieter Wiefelspütz [SPD]: Waren Sie etwa dabei?)

    mit Transparenten “Meine Daten gehören mir” und insbesondere auch gegen Sie demonstrieren, Herr Kollege Wiefelspütz.

    (Dr. Dieter Wiefelspütz [SPD]: Gegen mich?)

    - Auch gegen Sie, Herr Kollege Wiefelspütz.

    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dr. Dieter Wiefelspütz [SPD]: Unglaublich!)

    Die Parolen der 80er-Jahre von Orwell und vom Überwachungsstaat gehen um. Wir hatten sie beinahe vergessen. Der Stern titelt wieder: “SOS – Freiheit in Deutschland”. Eine ganze Generation erklärt ihren Laptop per Aufkleber zur schäublefreien Zone. Deswegen, Kompliment, Herr Bundesinnenminister! Das haben Sie beinahe als Solist geschafft.

    (Zuruf des Abg. Dr. Dieter Wiefelspütz [SPD])

    - Sie haben sich auch Mühe gegeben, aber Schäuble war noch besser, Herr Wiefelspütz. Glauben Sie es doch endlich!

    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Dr. Dieter Wiefelspütz [SPD]: Das ist eine Beleidigung! Unverschämtheit!)

    Wir begrüßen diese Bürgerrechtsbewegung ganz außerordentlich. Sie hat so recht: Es ist die Gier nach Daten im Handy oder im Internet, auf biometrische Daten, die die Angst vor dem Überwachungsstaat virulent macht.

    Es geht aber weiter. Der Bundesinnenminister will nicht nur überwachen. Er hat eine völlig andere Sicherheitsphilosophie und will eine völlig andere Sicherheitsarchitektur, als wir sie haben.

    (Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Weil vielleicht auch die Herausforderungen andere sind!)

    “Meister der asymmetrischen Wortkriegsführung”, so hat ihn nicht etwa die taz genannt; [...]

    Das Spiel verläuft weiter spannend, gefunden bei Julia und zitiert aus der Abschrift der Sitzung, gehostet bei den Grünen.

    Do, Abend: Schäuble und sein Pferd

    Am Abend auf Heise lesen wir, wie Schäuble die Forderung nach der Onlinedurchsuchung mit folgender Analogie zu begründen versucht:

    Seit das Auto erfunden ist, braucht auch die Polizei Kraftfahrzeuge.

    Fr./Sa.: Schäuble & Stasi 2.0 & Die Blogger

    Auf einer Veranstaltung des BMI am Freitag und Samstag traf der Wolfgang auf ein paar Ministerkollegen aus anderen Ländern sowie einigen Experten. In der Berichterstattung von Stefan Krempl auf heise kommt mal wieder ein kleiner Dämpfungsversuch in unsere Richtung rüber:

    Den vor allem in der Bloggerszene erhobenen Vorwurf, er setze ein Modell der Stasi 2.0 um, bezeichnete Schäuble als irreal. “Die jungen Menschen, die mir derartige Vorhaltungen machen, meinen das ja auch nicht ernst.” Aber er wundere sich schon, “wie über die Medien mit offensichtlichen Fehlinformationen solche Hysterie geschürt” werde.

    An dieser Stelle kann man den traditionellen Medien vielleicht danken, dass sie das Bild “Stasi 2.0″ so intensiv übernehmen, wenn sie schone unsere Großdemo nicht richtig aufm Schirm hatten.

    Ich find den Begriff “Stasi 2.0″ im Übrigen auch immer noch unpassend. Wenn ich aber einen Satz weiter lese, weiss ich allerdings auch nicht mehr so recht weiter:

    Auf einen aktuellen Fall, in dem das Bundeskriminalamt Material aus Stasi-Opferakten interner DDR-Kritiker zur Erstellung eines Personenprofils heranzog, ging der Minister nicht ein.


    Guten Tag!

    Hier ist das Blog vom Wetterfrosch am Entstehen. Gerade fängt er an in Hamburg Flosse zu fassen und rekunstruiert hier seine jüngste Vergangenheit. Viel Spaß!

    Wettermeldungen

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